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SAP Liefertreue KPI: Wallstabe & Schneider erhält Transparenz auf Knopfdruck

Der niederbayerische Dichtungsspezialist Wallstabe & Schneider zeigt, wie ein mittelständisches Unternehmen mit dem richtigen SAP Liefertreue KPI-Paket seine Supply-Chain-Transparenz grundlegend verbessert. Das Familienunternehmen aus Niederwinkling produziert Präzisionsdichtungen, die weltweit in nahezu jedem Automobil verbaut sind, ob Verbrenner oder Elektroantrieb, aber auch in anspruchsvollen Industrieanwendungen. Mit rund 1.100 Mitarbeitern an fünf Produktionsstätten auf drei Kontinenten setzt Wallstabe & Schneider auf eine digitale Vernetzung der Prozesse vom Shop-Floor bis zur ERP-Ebene im Sinne von Industrie 4.0. Eine Balanced Scorecard liefert der Unternehmensführung und dem Controlling alle relevanten Kennzahlen, darunter die Liefertreue nach dem OTIF-Konzept (On Time in Full) bei der Serienfertigung.

SAP Liefertreue KPI: Prozesslücke in S/4HANA schließen

„Die eigene Liefer- und Mengentreue ist ein direkter Indikator für die Zuverlässigkeit und die Effizienz unserer Supply-Chain-Prozesse vom Wareneingang über die Produktion bis in den Versand und damit ein geschäftskritischer Faktor“, erläutert Stefan Hiendl, Controller und Power User SAP bei Wallstabe & Schneider. Nach der Einführung von SAP S/4HANA im Jahr 2022 entstand eine Prozesslücke: Die ERP-Suite unterstützte die Ermittlung der eigenen Liefertreue nur unzureichend. Die bislang dafür genutzte eigenentwickelte Lösung war mit SAP nicht kompatibel. Eine Neuentwicklung auf Basis von S/4HANA wäre aufwendig und schwer wartbar gewesen. Die Verantwortlichen suchten deshalb nach einer praxiserprobten Standardlösung, die sich nahtlos in die bestehende SAP-Landschaft integriert.

Die Wahl fiel auf das KPI-Paket Liefertreue SD aus der Business-Analytics-Suite Yoda von WSW Software. Ausschlaggebend waren die reibungslose SAP-Integration, die kontinuierliche Weiterentwicklung des Pakets und der verlässliche Support des Anbieters aus Gauting.

Einführung in drei Monaten

Die Installation erfolgte per SAP-Transportauftrag und verlief dank der engen Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten in nur drei Monaten. Nach den ersten erfolgreichen Auswertungen weitete Wallstabe & Schneider den Einsatz schrittweise auf alle Kunden aus, mit denen SAP-Lieferpläne bestehen. Täglich verarbeitet das System rund 1.000 Lieferabrufe bei insgesamt 3.500 verwalteten Lieferplänen in S/4HANA.

Dass der direkte Draht zum Anbieter kein bloßes Versprechen ist, zeigte sich beim Geschäftsjahreswechsel von 2023 auf 2024: Die Fortschrittszahlen in den Lieferplänen enthielten noch alte Bestände und mussten berichtigt werden. Die Experten von WSW Software lösten dieses Problem gemeinsam mit dem internen Team innerhalb kurzer Zeit durch gezielte Anpassungen an ERP und KPI-Paket.

SAP Liefertreue KPI in der Praxis: Transparenz und Zeitersparnis im Controlling

Die Lösung liefert auf Knopfdruck alle relevanten Informationen zur Bewertung und Optimierung der eigenen Liefertreue und der logistischen Lieferleistung. Microsoft Power BI visualisiert die Kennzahlen übersichtlich und ermöglicht fundierte Handlungsempfehlungen. Der manuelle Aufwand im Controlling reduziert sich dadurch auf ein Minimum. Christian Schneider, Teamleiter IT-DTO bei Wallstabe & Schneider, bringt den Mehrwert auf den Punkt: „Bedenkt man, dass wir rund 3.500 Lieferpläne verwalten und pro Tag rund 1.000 Lieferabrufe eingehen, bedeutet das eine enorme Zeitersparnis.“ Die Endnutzer schätzen zudem die einfache Bedienung und die gewohnte SAP-Umgebung. Vergleichbare Erfahrungen mit SAP-basierten Analyseprojekten zeigt auch der Beitrag SAP S/4HANA-Studie 2025: Cloud, KI und Kosten im Fokus.

Ausblick: Rollout auf weitere Standorte

Mittelfristig plant Wallstabe & Schneider, das bislang nur am Hauptstandort Niederwinkling eingesetzte KPI-Paket auch an den anderen Standorten einzuführen, die Dichtungen in Serie produzieren und in die ERP-Suite eingebunden sind. Die Grundlage dafür ist gelegt. Zuverlässige Liefertreue-Daten, schnelle Reaktionszeiten des Anbieters und eine solide technische Integration schaffen das Vertrauen, das für einen standortübergreifenden Rollout nötig ist. Für ein Unternehmen, das täglich unter dem Druck von Lieferterminen und Kundenanforderungen aus der Automobilindustrie steht, ist das kein unwichtiges Detail.

Beitrag erschienen in IT-Mittelstand, 7/8, 2025